Personal Branding Fotografie

Sie wünschen sich:

  • Fotos, die Personality und Identität zum Ausdruck bringen?
  • Businessporträts, die »ungestellt« Ihre Persönlichkeit widerspiegeln?
  • ein Fotokonzept, das Ihre Kernwerte hervorbringt?

Fotos, mit denen man sich und sein Business wirklich authentisch in Szene setzt – das ist nicht immer die einfachste Übung. Jeder Mensch hat seine Persönlichkeit und nur wer diese auf den Businessporträts auch sichtbar macht, kann so dem Betrachter ein Bild von der eigenen Person vermitteln. Fotografie braucht nicht viele Worte, um Emotionen zu wecken.



Uwe Klössing kennt die entscheidenden Kniffe und Besonderheiten der Personal-Branding-Fotografie.

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Visual Director und werdewelt Fotograf Uwe Klössing leitet die werdewelt-Zweigstelle in Berlin und weiß, Personen müssen anders fotografiert werden als Produkte oder Landschaften. Denn Gute Businessporträts zeugen von:

  • der Bereitschaft, den Menschen so anzunehmen, wie er ist.
  • dem Hervorheben und Unterstreichen der individuellen Besonderheiten.
  • Empathie

Als Spezialist im Personal Branding konzipiert der Berliner Fotograf Shootings und kümmert sich ebenfalls um die Koordination sowie die Gestaltung der Aufnahmen. In seiner Arbeit legt er Wert auf Kontinuität, so dass sich die Businessporträts verlässlich in die strategische Ausrichtung einfügen.

Uwe Klössing versteht es, mit gekonntem Auge die Ecken und Kanten der Menschen vor seiner Kamera gut in Szene zu setzen. Sein Können, seine Professionalität und seine Kreativität lassen einzigartige Charakterbilder entstehen. Shootings mit ihm sind entspannt und nehmen die Hemmung, sich authentisch zu zeigen. Er hat das große Talent, den richtigen Moment zu erkennen und das Besondere im Menschen sichtbar zu machen.


Einstellung und Haltung als Personal-Branding-Fotograf

Ob nun ein Spezialist für klassische Porträtfotografie auch zum Personal-Branding-Fotograf werden kann, hat grundsätzlich etwas mit Haltung zu tun. Als Personal-Branding-Fotograf muss ich Lust darauf haben, Menschen kennen zu lernen, und neugierig darauf sein, was den Menschen, der sich vor meine Linse stellt, ausmacht. Wenn ich diese Einstellung habe, kann ich offen an mein Werk gehen, ohne die Vorstellung, als Künstler meine Vorstellungen durchsetzen zu wollen. Ich muss die Flexibilität mitbringen, dass die Dinge Luft und Raum haben, sich zu entwickeln. Ideen des Kunden dürfen genauso ihren Platz finden, wie solche, die sich bei mir während der Arbeit entwickeln.

Neutral und ehrlich – wichtige Grundpfeiler der Haltung

Einer der grundsätzlichen Erfolgsfaktoren eines Fotografen ist dessen Neutralität. Ein Fotograf sollte unbedingt neutral sein, darf nicht werten und muss die Befindlichkeiten des Protagonisten ernst nehmen. Dabei muss er auch lernen, mit Kritik umzugehen, ja diese sogar einzufordern. Wenn diese Basis – diese Grundeinstellung – fehlt, dann ist die Chance sehr gering, dass am Ende ein gutes Bild entsteht. Wenn man es jedoch schafft, den Menschen anzunehmen, und versucht, ihn zu verstehen, dann stehen die Chancen für »das Bild« sicherlich besser. Ein Fotograf sollte sich ständig fragen: Wie tickt dieser Mensch? Wie ist seine Persönlichkeit, sein Charakter, seine Identität? Wo kommt er her? Was bringt er mit? Was an ihm ist echt und authentisch? Was lässt andere gerne eine Verbindung zu ihm aufbauen? Und was wirkt möglicherweise gekünstelt? So eine Foto-Session ist ein ziemlich sensibles Thema – für beide Parteien.

Ich mache zwischen den einzelnen Aufnahmen immer wieder kurze Pausen, um meinen Kunden die Fotos zu zeigen. Wir gehen hier in den offenen Austausch. Ich erkläre, warum aus meiner Sicht welche Fotos gut wirken und andere wieder nicht. Der Kunde erkennt dann meist sehr schnell, wie er diese Erkenntnisse für die weiteren Aufnahmen nutzen kann. Diese Pausen sind für beide Seiten sehr »befruchtend « und sorgen dafür, dass sich das Shooting als Prozess immer weiterentwickelt.

Für einen guten Fotografen ist es überaus wichtig, ehrlich zu sein und sein Know-how und Wissen weiterzugeben, um dem Kunden Sicherheit zu geben. Ein guter Fotograf beschäftigt sich also immer wieder auch mit solchen Fragen:

  • Wie kann ich vermitteln, dass die leichten Asymmetrien des Gesichts etwas Gutes, nämlich etwas Individuelles sind?
  • Wie kann ich möglichst sachlich und neutral rüberbringen, dass Perfektion bei dem Betrachter des Bildes nichts auslöst?
  • Wie kann ich zeigen, dass das Alter als etwas Positives vermittelt werden kann?
  • Wie kann ich das Shooting so angenehm wie möglich gestalten und ohne Druck zu machen, trotzdem die Zeit im Blick behalten?

Oft wird von mir als Fotograf erwartet, dass ich Anweisungen zur Körperhaltung, Kopfstellung, Blickrichtung et cetera vorgebe und immer wieder korrigiere. Meist sind das die Kunden so gewohnt. Wer an die Aufnahmen seiner Passbilder oder Bewerbungsfotos denkt, kennt das sicher von vielen Fotografen. Es sollte nicht das Ziel sein, die gesamte Körpersprache des Protagonisten fernzusteuern, sodass sie in die Vorstellung des Fotografen passt. Aus meiner Sicht sollte der Fotograf dem Menschen lieber etwas Freiraum lassen und ihm das Gefühl geben, dass er alles richtig macht. Wenn ich der Meinung bin, dass an der Haltung etwas verändert werden muss, dann lasse ich den Kunden zunächst in dieser Position und sage: »Lass uns nachher mal schauen, wie das Bild wirkt.« Ich versuche, alles neutral und positiv rüberzubringen, und nehme beim Fotografieren meinen Expertenstatus zurück. Nur so entsteht beim Kunden die Sicherheit, dass er »aus sich rauskommt« und das Gefühl hat, alles richtig zu machen. Er fühlt sich freier. Und er weiß, dass Bilder, die eventuell nicht unseren Vorstellungen entsprechen, gelöscht werden können.

So unauffällig wie möglich, so viel wie nötig

Eine Alternative zum Eingreifen in die Haltung des Kunden, ohne ihn zu irritieren oder unsicher zu machen, ist, mit seiner Nasenspitze zu arbeiten. »Etwas weiter nach links!« … »Weiter nach rechts, bitte!« So kann ich mithilfe der Nasenspitze den Blickwinkel verändern, wenn ich zum Beispiel nicht frontal fotografieren möchte. Der Trick besteht einfach darin, so unauffällig wie möglich in das Motiv einzugreifen, sodass mein Gegenüber nicht das Gefühl bekommt, etwas falsch zu machen – denn falsch gibt es nicht. Am Ende gibt es in dem Fall nur ein »Gefällt mir nicht« oder »Das funktioniert so nicht«.

Ich kenne einige großartige Fotografen, die sich eher als Künstler sehen – und sich auch entsprechend verhalten. Das mag in vielen Bereichen wie in der Modefotografie oder künstlerischen Porträtfotografie auch sicherlich eine wichtige Anforderung sein. Im Personal Branding ist das anders. Ich sehe mich deshalb persönlich als Handwerker. Das ist die natürliche Basis meiner Arbeit, die mir im Laufe der Zeit in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das Besondere macht jetzt das Menschliche in meiner Arbeit aus, der Ansporn, eine Persönlichkeit mit all ihren Facetten abzubilden, die sie mitbringt – nur die, und keine aufgesetzten. Wenn jemand meine Arbeit als künstlerisch wertvoll empfindet, dann schmeichelt mir das. In meiner Fotografie geht es mir allerdings nicht darum, irgendetwas zu kreieren, sondern darum, eine Wirkung zu erzielen. Eine positive Wirkung für den Betrachter. Wenn ich meine Arbeit als Handwerk betrachte, dann arbeite ich vor allem mit Authentizität. Mit dem, was da ist. Es braucht kein zusätzliches Licht oder Technik, um eine Person in Szene zu setzen. Natürlich kommt das besonders eindrucksvoll rüber, aber mehr Licht kann die Authentizität eines Bildes auch nicht verstärken.

Checkliste »Haltung und Einstellung« in der Personal-Branding-Fotografie

  1. Ein Fotograf sollte Lust darauf haben, Menschen kennen zu lernen.
  2. Er sollte neutral und ehrlich sein und aktiv Feedback einfordern.
  3. In kurzen Pausen während des Shootings den Zwischenstand zeigen und mit der Rückmeldung weiterarbeiten.
  4. Dem Shooting Luft und Raum geben, sodass der Prozess sich entwickeln kann.
  5. Den eigenen Expertenstatus zurücknehmen und dem Kunden Sicherheit schenken. Nur so bekommt der Kunde das notwendige Gefühl: »Ich mache alles richtig.«
  6. Fotografie ist ein Handwerk – und sollte Menschen authentisch in Szene setzen und nicht inszenieren.

Auszug aus "Das große Personal Branding Handbuch"





Mehr zum Thema Bilder, Businessfotos und wie wichtig Personal Branding in der Fotografie ist, zeigt Uwe Klössing in seinem Kapitel "Der Mensch als Marke auf Foto und in Video" in unserem Personal Branding Handbuch.