Image: Unser Eindruck beim Gegenüber

Was bedeutet „Image“ eigentlich? Die umfangreichste Definition liefert Wikipedia:

„Das Image (von engl. image für Bild, Abbild, Darstellung, deutsch entsprechend Ruf) ist das innere Gesamt- und Stimmungsbild bzw. der Gesamteindruck, den eine Mehrzahl von Menschen von einem Meinungsgegenstand hat (z. B. von einer Person oder Personengruppe, von einer Organisation, von einer Stadt oder Ortschaft, von einem Unternehmen, einem Produkt, insbesondere einem Markenprodukt, oder einem Standort). Dieser Gesamteindruck ist eine subjektive Kategorie, er muss nicht objektiv richtig sein. Gleichwohl beeinflusst oder steuert er das Verhalten der Menschen, etwa das Kauf- und Wahlverhalten. Ein Image entsteht vor allem affektiv auf der Gefühlsebene und reflektiert positive sowie negative Assoziationen, wobei Informationen oder Wahrnehmungen anderer den Gesamteindruck mitprägen können.“1

Image ist demnach unser Eindruck bzw. das Bild, das wir bei unserem Gegenüber auf der unbewussten Ebene hinterlassen. Das gilt für Unternehmen und Organisationen genauso wie für Menschen.

Image: Der erste Eindruck entscheidet

Das Image einer Person oder eines Unternehmens wird sehr stark vom ersten Eindruck beeinflusst, den wir beim Gegenüber hinterlassen. Hier seien zwei Effekte zu nennen:

„Similiar-to-me“-Effekt2

„Tendenz, andere Personen, die man sich selbst in irgendeiner Weise als ähnlich empfindet, in einem positiven Licht wahrzunehmen.“ … auch wenn die Ähnlichkeit eine völlig irrelevante Dimension berührt.

„First-impression-error“3

„Tendenz, unsere Beurteilungen anderer Personen auf unseren ersten Eindruck von ihnen zu basieren.“

Durch den ersten Eindruck entsteht eine Erwartung an diese Person. Sobald diese Erwartung besteht, sind weitere Beurteilungen dadurch geprägt und somit nicht mehr objektiv.

Image und Marketing

Im Marketing geht es unter anderem darum, das Image eines Unternehmens, eines Produktes oder einer Person ganz gezielt zu gestalten bzw. aufzubauen. Klassischerweise folgen Werber folgenden Schritten:

  1. Identifikation derjenigen Image-Faktoren, die die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen
  2. Analyse des Images bei der Zielgruppe
  3. Ziel-Image definieren
  4. Imagebildende bzw. -steigernde Maßnahmen definieren und umsetzen4

Imageaufbau: Personal Branding at its best

Der Imageaufbau im Personal Branding funktioniert dagegen etwas anders. Die (vorhandene) Identität der Person selbst spielt hierbei die entscheidende Rolle. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Menschen schneller Vertrauen aufbauen, wenn ihnen das Gegenüber sympathisch ist und sie ein positives Image von ihnen haben. Was macht aber einen Menschen sympathisch?

Imageaufbau: Positive Gefühle auslösen

Positive Gefühle bzw. ein positives Image in seinem Gegenüber auszulösen ist (theoretisch) ganz einfach: Interesse, an der Person und dem, was sie sagt, zeigen; Zustimmungen ausdrücken; positive, zugewandte nonverbale Kommunikation … die Liste ist unendlich. ABER: es darf nicht gespielt, geheuchelt oder übertrieben werden. Nur echtes Interesse, echte gemeinsame Gedanken, echte non-verbale Kommunikation bauen Sympathien auf. Alles andere führt zum genauen Gegenteil, einem negativen Image.

Deshalb gilt ganz besonders im Personal Branding: Personality first. Echte, authentische, offene, nahbare und menschliche Kommunikation sind das Mittel der Wahl!

Imageaufbau: sich selbst positiv darstellen

Wenn wir über Image sprechen, müssen wir selbstverständlich auch über Kleidung sprechen. Denn auch heute noch gilt: „Kleider machen Leute.“ Und ja, ein gepflegtes Äußeres hinterlässt einen positiven Eindruck und somit ein positives Image. ABER auch hier gilt: Keine Verkleidung! Es muss zur jeweiligen Person passen. Hier und da ein bisschen getunt, aber immer authentisch und stimmig.

Mehr dazu lesen Sie in dem Buch von Ben Schulz „Das große Personal Branding Handbuch“. Hier finden Sie viele nützliche Informationen rund um das Thema Image und Wirkung.

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Image
2 Werth, Lioba: Psychologie für die Wirtschaft, Spektrum Akademischer Verlag, 1. Auflage 2004, S. 112.
3 ebenda, S. 142.
4 Nach: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/imagemarketing-35298

 

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