Networking: der moderne Begriff für Beziehungsmanagement

„Networking“ – oder zu Deutsch „Netzwerken“ – ist der neue Begriff für eine Sache, die eigentlich schon immer im Mittelpunkt menschlicher Interaktion stand. Es geht um den Aufbau und vor allem die Pflege eines sozialen Netzwerks – beruflich wie privat. Networking hat zum Ziel, Kooperationen einzugehen, die sich gegenseitig unterstützen. Es geht also um mehr, als lediglich eine verstaubte Visitenkarte in der Kontaktmappe abzuheften. Vielmehr geht es um echte Beziehungen – Beziehungsmanagement. Dieses baut in der Hauptsache auf Vertrauen, Gegenseitigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit auf. Das bedeutet: Richtiges Netzwerken funktioniert nur, wenn sich beide Seiten mit gutem Wissen und Gewissen einbringen.

Die 70-20-10-Regel des Networking1

Der US-amerikanische Coach und Berater Mike Sansone hat die 70-20-10-Regel entwickelt. Sie verdeutlicht, wie Networking im Sinne von „sozialem“ Netzwerk funktioniert:

  • 70 Prozent der Networking-Zeit wird investiert, um anderen zu helfen und sie zu unterstützen.
  • 20 Prozent der Networking-Zeit wird verwendet, um sich vorzustellen und seine Fähigkeiten zu zeigen.
  • 10 Prozent der Zeit kann genutzt werden, um konkrete Hilfe-Wünsche zu äußern.

Beim Netzwerken kommt Geben vor Nehmen

Hinter der 70-20-10-Regel steckt ein wichtiger und vor allem sozialer Gedanke: Niemand mag egoistische Menschen, die ständig nur etwas verlangen. Wenn hingegen zuerst anderen geholfen wird und man sozusagen in Vorleistung geht, gewinnt man einen Vertrauensvorschuss.

Aber: es muss wirklich authentisch sein und sozusagen von Herzen kommen. Geheuchelte Unterstützung zerstört Beziehungen, statt sie aufzubauen.

Seine Fähigkeiten und Kompetenzen im Netzwerk aufzeigen

20 Prozent der Zeit sollten damit verbracht werden, seine Fähigkeiten und Kompetenzen innerhalb des jeweiligen Netzwerkes bekannt zu machen. Dazu gehören eine professionell angelegte Homepage, ein professioneller Auftritt in den sozialen Medien, professionell erstellte Videos, Podcasts und geschickt im Netzwerk platzierte Veröffentlichungen.

Beim Netzwerken um Unterstützung bitten

Die ersten beiden Maßnahmen führen zu den letzten wichtigen zehn Prozent: Im Netzwerk um Unterstützung bitten. Sei es die Vermittlung eines Kontakts (klassisches Vitamin B), die Vermittlung von Fachinhalten oder andere kleine Gefälligkeiten.

Mit diesen Überlegungen wird klar, warum Networking gerade im Personal Branding einen hohen Stellenwert besitzt. Es geht jeweils um persönliche Beziehungen, die im Mittelpunkt des Netzwerkens stehen.

Sie wollen mehr über Netzwerken und Networking im Personal Branding erfahren? Dann empfehlen wir das Buch von Ben SchulzDas große Personal Branding Handbuch“.

1 Angelehnt an: https://networking-magazin.de/2019/10/29/70-20-10-regel/

Zurück