Präsenz: ein wesentlicher Baustein von Personal Branding

Die beiden Begriffe „Präsenz“ bzw. „präsent sein“ werden in der deutschen Sprache unterschiedlich verwendet. Jedoch sind alle Definitionen im Bereich des Personal Branding von großer Bedeutung. Es wird wie folgt unterschieden:

Die Präsenz bzw. Wirkung und Ausstrahlung einer Person

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind bei einem Empfang oder einem Geburtstag, die Tür öffnet sich und plötzlich wird es still im Raum. Obwohl man den Grund dafür noch nicht gesehen hat, spürt man eine Veränderung des Raumes. Woher kommt das? Ist das genetisch bedingt, angeboren? Oder ist das erlernbar? Wir sagen »ja«, bis zu einem gewissen Punkt sind Wirkung und Präsenz erlernbar und setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Komponenten zusammen:

  • innere Einstellung und Werte,
  • Körperhaltung,
  • Timing,
  • Stimme,
  • Gestik und
  • Mimik.

Jedes Gespräch, sei es am Telefon, mit dem Kunden, das Betreten eines Raumes, in Smalltalks, auf der Bühne bei Vorträgen, in den sozialen Netzwerken, auf der eigenen Homepage, beim Abendessen in einem Akquisegespräch, auf Firmenversammlungen, egal ob Handwerker, Coach, Architekt, Makler, Anwalt oder IT-Berater: man wirkt immer, d. h. man hat immer eine gewisse Präsenz. Die 55/38/7-Theorie (VERLINKUNG ZU KÖRPERSPRACHE) bringt es ungeschönt auf den Punkt: in jeder kommunikativen Situation ist nicht der Inhalt, das WAS entscheidend, sondern WIE ich es rüberbringe.

Personal Branding und Präsenz im Sinne von Wirkung

Als Personal Brand hat man nicht die Wahl, ob man wirken möchte oder nicht. Daher ist es wichtig, sich zunächst darüber bewusst zu werden, ob man per se zu den Menschen gehört, die von sich aus schon über eine hohe Ausstrahlung verfügen oder eher zu den Menschen, die übersehen werden. Je nach Antwort sollte man seine Präsenz als Personal Brand im Rahmen einer Persönlichkeitsentwicklung und im besten Falle mittels eines ausgebildeten Coaches darauf aufbauend weiterentwickeln.

“You never have a second chance for a first impression.”

Präsenz im Sinne von Sichtbarkeit bzw. zur Verfügung stellen

„Präsenz hat die phänomenologische Bedeutung von Anwesenheit und Gegenwart in einer jeweils räumlichen sowie zeitlichen Sichtweise. (…) Etwas ist präsent, wenn es – aufgrund von räumlicher Anwesenheit oder zeitlicher Gegenwart – unmittelbar zur Verfügung steht."1

Wer sich dazu entschieden hat, als Personal Brand mit seiner Identität, seiner Personality, seinen Eigenschaften, Wertesystemen, Haltungen und Überzeugungen ins Rampenlicht zu treten, kommt nicht umhin, sich mit all diesen Faktoren authentisch sichtbar zu machen – offline wie online. Nicht umsonst wird in diesem Zusammenhang auch von einer Online Präsenz gesprochen. Und diese Präsenz sollte nicht alle Jubeljahre mal gepflegt und verstärkt werden, sondern regelmäßig.

Dafür empfiehlt es sich, für sich eine Social-Media-Strategie, eine Vertriebsstrategie und eine Networking-Strategie festzulegen, um schlussendlich auch gefunden zu werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Online Präsenz ist, dass man weiß, wo und wie sich die eigene Zielgruppe bewegt, was sie interessiert und welchen Content man ihr bieten möchte.

Aber nicht nur das WAS und WO sind erfolgsentscheidend im Personal Branding, sondern vor allem das WIE. Wie wird das Profil im Netz angelegt, wieviel möchte man von sich preisgeben, wie kann man seine Personality in Szene setzen, ohne zu inszenieren. All das beeinflusst maßgeblich die Präsenz und die Wirkung, die wir online erzielen.

Wie das geht – online wie offline – wird ausführlich von unterschiedlichen Personal Branding Experten in dem Buch „Das große Personal Branding Handbuch“ von Ben Schulz vorgestellt.

1https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4senz

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