Wettbewerber sind gut, denn Konkurrenz belebt das Geschäft

Der Begriff „Wettbewerb“ oder „Konkurrenz“ lässt sich am anschaulichsten angelehnt an den Darwinismus beschreiben:

  • In jedem Lebensraum wollen mehr Lebewesen wachsen als groß werden können.
  • Deshalb beginnt mit dem Wachstum der Kampf um Nahrung (Kaufkraft).
  • Diesen Kampf werden jene bestehen, die sich im Vergleich zu ihren Artgenossen schneller an die gegebenen Bedingungen anpassen (Veränderungsfähigkeit statt Kontinuität!) und Stärken entwickeln.1

Der Wettbewerb bringt somit ein antagonistisches Element im Gegensatz zu kooperativem Verhalten in die sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen.2

Wettbewerb mit der richtigen Strategie zum Erfolg bringen

Erfolg ist nicht statisch. Wer heute erfolgreich ist und sich auf seinen Erfolgen ausruht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit von seiner Konkurrenz früher oder später überrannt werden. Es gilt, permanent strategisch klug weiterführende Fähigkeiten zu entwickeln und Ziele und Wege zu definieren, um sich rechtzeitig an sich ändernde „Umweltbedingungen“ anzupassen und erfolgreich zu bleiben. Solche „Umweltbedingungen“ sind z. B. Gesetze, Entwicklungen auf dem Finanzmarkt, veränderte Kundenwünsche, neue Wettbewerber oder auch ganz schlicht der technische Fortschritt. Diese Anpassungen sind nur möglich, wenn man ständig auf dem neuesten Stand der Dinge ist. Dazu ist es absolut notwendig, seine Zielgruppe und die direkten Wettbewerber ganz genau zu kennen und im besten Fall schon vor ihnen zu wissen, wo der Trend hingehen wird.

Seismografisch Wettbewerbsvorteile erkennen und sichern

Um sich nicht von einem Wettbewerber abhängen zu lassen, braucht man zwingend die Fähigkeit, seismografisch zu sein. Es geht darum zu erkennen, wo, wie und wann sich neue Entwicklungen und Trends abzeichnen. Diese sind nicht plötzlich da, sondern entstehen. Sobald man diese leichte Bewegung in eine neue Richtung spürt, ist der Augenblick gekommen, sich den Veränderungen anzupassen, und nicht erst, wenn der neue Trend bereits da ist. Man muss ein Gespür dafür entwickeln, was rechts und links um einen herum passiert.

Es gilt, durch die Augen des Kunden zu schauen, sich in dessen Lage zu versetzen und ein aufrichtiges Interesse für seine Zielgruppe zu haben: Was will der Kunde wirklich? Und wann und wo? Welche Bedürfnisse und Motive treiben ihn an? Welche Wettbewerber hat er im Blick? In welche Richtung fährt er? Wer dies umsetzen kann, sichert sich einen großen Wettbewerbsvorteil.

Personal Branding: Menschen sind einzigartig – Personality first!

Je ähnlicher sich Produkte, Dienstleistungen oder Unternehmen sind, desto vergleichbarer werden sie und stehen damit in direkter Konkurrenz. Um sich dann von den Wettbewerbern abzuheben, gilt es, die oben aufgeführten Tipps kontinuierlich umzusetzen.

Im Personenmarketing sieht das etwas anders aus. Hier steht nicht das Produkt oder die Dienstleistung im Fokus, sondern der Mensch als Marke. Der Mensch mit seiner Persönlichkeit, seinen Werten und Ansichten, seiner Empathie, Nahbarkeit und Authentizität ist die Marke oder überspitzt formuliert das Produkt, welches die Kunden anzieht und sie zur Zusammenarbeit bewegt. Selbstverständlich muss auch eine Personal Brand sich strategisch weiterentwickeln und seismografisch die Wettbewerber und das Umfeld beobachten. Aber schon die Persönlichkeit, die sich offen und ehrlich auf dem Markt zeigt, hebt sich per se von der anonymen Konkurrenz ab und sichert sich somit einen Wettbewerbsvorsprung.

Erfahren Sie mehr über Wettbewerb, Strategie und Personal Branding im Buch von Ben Schulz „Das große Personal Branding Handbuch“.

1 Stahl, Peter: Die Rolle des Controllers bei der Erneuerung des Unternehmens. In: Hinterhuber, Hans H.; Al-Ani, Ayad; Handlbauer, Gernot: Das Neue Strategische Management. Gabler 1996, S. 370.
2 Angelehnt an: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wettbewerb-48719

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