Der Arzt, der das Puzzle zusammensetzt

Wenn ich mein Leben mit wenigen Begriffen beschreiben sollte, würde ich sagen: „Bereichernd, spannend, sinnstiftend.”

Es war und ist ein Leben des Findens auf der Suche nach einem ganzheitlichen Standpunkt, welcher sich für mich stimmig anfühlt und meinen Mitmenschen maximalen Nutzen bietet. Eine aufregende Reise liegt bereits hinter mir auf der ich viele Puzzleteile sammeln konnte, die ich in einer integrierten Medizin und Lebenssichtweise zusammenführe.

Als Arzt und Impulsgeber unterstütze ich heute Unternehmer, Executives und Manager dabei, selbstständig Experten ihrer eigenen Gesundheit zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass nur so Erfolg, Vitalität und vor allem Wirksamkeit im Business nachhaltig möglich sind.

Diese Erkenntnisse sind das Ergebnis meiner persönlichen Reise, die sich für mich mit jeder Begegnung fortsetzt.
personal-brand-magazin-franz-sperlich.jpg
| Dr. med. Franz Sperlich

Am Anfang verlief noch alles ganz klassisch ...

Abitur, Wehrdienst und dann die ersten Semester Medizinstudium - je länger ich studierte, desto mehr beschlich mich das Gefühl, noch nicht reif genug für die große Verantwortung zu sein. Wie kann man an einem normalen Praxistag über 100 Patienten sehen und stets so wachsam sein, dass man nichts übersieht? Wie soll das gehen? Darauf eine Antwort zu finden, führte mich in die Forschung.

… dann kam die Gelegenheit, in den USA zu forschen ...

Eigentlich wollte ich mit meiner damaligen Freundin an einem klinischen Auslandsjahr in Großbritannien teilnehmen. Aber nachdem alles beantragt und organisiert war, wurde nur ein Platz gefördert. Dass nur einer geht und der andere in Deutschland bleibt, kam für uns nicht in Frage. Und so kam es, dass ich mich für ein Forschungs-Stipendiat in den USA bewarb und tatsächlich die Möglichkeit bekam, am renommierten Cognitive Science Institute der UCSD Grundlagenforschung zum menschlichen Gehirn durchführen zu können.

Die Hirnforschung war zu dem Zeitpunkt durch die funktionellen, bildgebenden Verfahren in absoluter Goldgräberstimmung. Es war plötzlich möglich, dem Gehirn beim Arbeiten zuzusehen und ich konnte erforschen, wie Aufmerksamkeit im Gehirn funktioniert. Die Erkenntnisse aus dieser Zeit wurden für mich später ein Teil des Puzzles, mit dem ich heute arbeite. Diese Zeit der neurobiologischen Hirnforschung hat sich bei mir stark eingeprägt. Ein wichtiger Teil meiner Reise mit faszinierenden Erkenntnissen und sehr wichtigen Begegnungen mit Menschen, mit denen ich noch heute im freundschaftlichen Austausch stehe.

… und später das Schicksal

Wahrscheinlich wäre ich diesen Weg länger gegangen, doch eine Verkettung von Umständen, vor allem die plötzliche schwere Erkrankung meines Vaters, rissen mich in eine andere Richtung. Im Jahr 2000 übernahm ich notfallmäßig die Praxis meines Vaters und absolvierte parallel die Facharztausbildung. Insgesamt sieben Jahre habe ich die ländliche Praxis geführt und die intensive und emotionale Arbeit mit Menschen schätzen gelernt. Doch ich merkte immer stärker, wie unzufrieden mich die Ergebnisse der klassischen Schulmedizin machten und wie unzureichend sie auf Dauer für meine Patienten war. Ein Manko, das mich sehr störte. Ich begann wieder zu suchen und bildete mich in Akupunktur und anderen komplementären Methoden weiter. Aber irgendwie fehlte noch immer ein Stück. Nach dem Tod meines Vaters fand ich zwei Kollegen in meinem Alter, die die Praxis übernahmen und ich entschloss mich, mir die notwendige Zeit zu nehmen.

Das Puzzle vervollständigt sich

Meine erneute Suche begann mit einem Rucksack und Wanderschuhen. Ich wanderte 3 Monate lang von Kalifornien bis nach Alaska.

Eine unglaubliche Erfahrung! Wenn man so lange am Stück läuft, verschiebt sich ab einem gewissen Zeitpunkt die ganze Wahrnehmung. Man läuft sich wirklich frei. Am Anfang denkt man noch an den Rückflug, ob man die Versicherung gekündigt hat und solche Dinge. Und irgendwann geht es nur noch um die elementaren Sachen wie „wo schlafe ich, was esse ich und wow, ist das großartig hier.“ Streckenweise begegnet man über Tage keinem Menschen. Unbeschreiblich.

Während dieser Zeit formte sich in meinem Kopf, was ich machen wollte: Mein Wunsch war weiterhin Medizin! Aber ich wollte sie anders machen. Ressourcenorientiert, umfassender sowie als Impulsgeber und nicht als Rezeptverschreiber.

Zurück in Deutschland eröffnete ich eine innovative Praxis mit dieser Ausrichtung und bekam die Chance, parallel an einem neuen Studiengang für komplementäre Medizin, Kulturwissenschaften und Heilkunde mitzuwirken. Sowohl als Lehrender als auch als Studierender.  

Die Impulse aus dieser Zeit, vor allem die Menschen, die ich traf und die Gespräche, die ich führen konnte, erlaubten mir, meine Gedanken wissenschaftlich
zusammenzufassen. Das Konzept des Narrativen Mentorings entstand – ein bis heute wesentlicher Baustein meiner integrierten Medizin. Dieses Konzept beinhaltet den Blick und die Achtung der eigenen Lebensgeschichte und stellt die Idee der klassischen schulmedizinischen Diagnose in Frage: Sie steckt einen Patienten viel zu früh in eine Schublade, da ich zwangsläufig nur einen ganz kleinen Bruchteil der Komplexität der Situation des Patienten kenne. Die Komplexitätsreduktion verschließt dem Arzt viele Möglichkeiten, vor allem auch deshalb, weil das ganze Spektrum der Ressourcen des Patienten in der Diagnose nicht miterfasst wird. Vielen Patienten konnte ich erst dann wirksam zur Seite stehen, als ich mit ihnen zusammen einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Heute ist diese Erkenntnis weiterhin von großer Bedeutung, da gerade Führungskräfte einen großen Schatz an nutzbaren Ressourcen mitbringen.

Im Narrativen Mentoring ist die eigene innere Haltung ein wesentlicher Baustein. Ein Aspekt sind die Werte, welche man hat. Nachhaltige Gesundheit, Vitalität, Wirksamkeit basieren auch auf einer gelebten Angemessenheit und unsere innere Haltung bestimmt diese wesentlich mit. Allerdings hat dieser Bereich eigene Regeln und wir können nur bedingt mittels unserer Ratio Einfluss nehmen.  

Dies führte mich zu dem dritten wirklich wichtigen Puzzlestein, der ebenfalls aus dem neurowissenschaftlichen Bereich kommt. Ratio ist zwar schön und gut, aber unser Gehirn hat sich evolutionär entwickelt und ist nicht für Logik gemacht. Das System, welches uns steuert, basiert auf Impulsen, die uns als Emotionen bewusst werden. Daher gilt es, Emotionen besser verstehen zu können. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit einer Arbeitsgruppe aus Hamburg intensiv mit dem Thema Emotionsforschung. Gerade für den Bereich Führung und Kommunikation ist das eine Schlüsselkompetenz. Viele Probleme sind Kommunikationsprobleme auf Basis von unterschiedlichen Emotionsinterpretationen und Emotionsstrategien. „Viele meinen wir seien Lebewesen, die denken und ab und zu Gefühle haben, aber wir sind Lebewesen, die fühlen und ab und zu Gedanken haben!“1 Gerade in der knallharten Geschäftswelt, in der Gefühle immer noch als schwach angesehen und daher versteckt werden, muss diese Erkenntnis Einzug erhalten. Alles andere macht krank.

Die Suche endet nie

Viele wichtige Puzzleteile sind gefunden. Aber natürlich geht meine Suche weiter. Allerdings setze ich meinen aktuellen Schwerpunkt mehr auf das Wirken. Es ist mir ein großes Anliegen, mit meinen Erkenntnissen anderen Menschen dabei zu helfen, ein gesundes, vitales, wirksames, erfolgreiches und vor allem selbstbestimmtes Leben führen zu können. Zu diesem Zweck bin ich nicht nur als Arzt in meiner Praxis tätig, sondern gebe dieses Wissen auch als Vortrags-Redner und Autor weiter.

Der verborgene Schatz

Aus meiner Sicht haben die (Neuro-)Wissenschaften ein großes Problem: Jeden Tag werden wertvolle Forschungen veröffentlicht, die jedoch – außer von anderen Forschern – kaum einer liest, da dieses „Fachchinesisch“ nur von den wenigsten verstanden wird und Details im ersten Moment vielleicht auch nicht so interessant erscheinen. Aber in der Gesamtsicht ist es ein verborgener Schatz, der jedem Menschen für seine Gesundheit, sein Wohlbefinden und seine Wirksamkeit nutzbar gemacht werden kann.

Wenn ich meine eigene Zukunft sehe, dann arbeite ich weiter daran, dieses Wissen in Können zu wandeln und gebe auf dieser Basis individuelle Impulse. Ich helfe so Entscheidungsträgern, sich selbst zu befähigen, eine nachhaltige und gesunde Wirksamkeit zu entfalten


Über Dr. med. Franz Sperlich

Erfolg, Vitalität & Wirksamkeit im Business durch integrierte Medizin. Dr. med. Franz Sperlich unterstützt Menschen darin, medizinische Aspekte zu erfassen, zu optimieren und in die beruflichen und privaten Lebensumstände zu integrieren. Statt starrer Regeln bietet er entscheidende Impulse und bringt so Entscheider und Unternehmer auf ihrem Weg zu mehr Vitalität und Wirksamkeit voran. Dinge in ihrer Verbindung als Gesamtheit zu verstehen und so effektive Zugänge zur Steuerung zu entwickeln, motiviert ihn. Sein Interessen- und Wissensspektrum ist vielfältig: Er ist in Bereichen wie der Aufmerksamkeits- und der Emotionsforschung tätig und veröffentlicht regelmäßig in Fachzeitschriften und in populärwissenschaftlichen Medien. Konsequent kombiniert er Erkenntnisse der Neurowissenschaft mit Aspekten der Medizin zu einem ganzheitlichen Ansatz. So legt er bei seinem Klienten die Potenziale frei, die den Weg für maximale Vitalität und Wirksamkeit ebnen. Seine berufliche Leidenschaft ist es, engagierte Menschen als Arzt, Vertrauter und Impulsgeber auf Augenhöhe auf diesem Weg zu unterstützen. Daher ist Dr. med. Franz Sperlich neben seiner Praxis als Ratgeber, Vortragsredner und Autor aktiv. Es bewegt ihn immer wieder, wenn Entscheider, Unternehmer und Top-Manager in seinen Vorträgen, Seminaren oder im Einzelgespräch die Mechanismen ihrer eigenen Wirksamkeit und Vitalität kennenlernen. Sein Wunsch ist es, zu inspirieren, zu motivieren und zu aktivieren.

www.dr-med-sperlich.de



Bestellen Sie jetzt das Personal Brand Magazin