Vom schüchternen Mädchen zur selbstbewussten Powerfrau

Sie hat ihr Business im Blick, unterstützt vor allem junge weibliche Führungskräfte und Selbstständige dabei, mit Einzigartigkeit erfolgreich zu werden. Sie ist Coach, Mutter und eine echte Powerfrau. Doch das war nicht immer so. Wer Jacqueline Strecker heute sieht, wird wohl kaum ahnen, dass sie einmal extrem schüchtern und zurückhaltend war …
personal-brand-magazin-jacqueline-strecker.jpg
| Jacqueline Strecker

„Ich wollte nie alleine irgendwo hingehen. Ich habe mich immer hinter anderen versteckt. Ich war verschlossen, hatte Angst vor neuen Situationen und habe mich nie etwas getraut“, erinnert sich Jacqueline Strecker. Als kleines Mädchen und auch noch in der Schulzeit war sie extrem befangen. Sie hatte so gut wie gar kein Selbstbewusstsein und konnte sich nicht so annehmen, wie sie wirklich war. Und doch schlummerte ein großer Wissensdurst in ihr. Sie eignete sich selbst viele Kenntnisse an – nur zeigen konnte sie es nicht. Aufgrund ihrer Zurückhaltung wurde sie damals von Lehrern und Mitschülern jedoch oftmals unterschätzt.

Keine normale Schule?

Ihre Schüchternheit sorgte dafür, dass der Schulleiter schon früh entschieden hat, dass Jacqueline Strecker nicht dafür gemacht sei, eine normale Grundschule zu besuchen. Zum Glück änderte sich diese Meinung nach einem Besuch des Schulleiters im Kindergarten von Jacqueline Strecker nochmals und sie durfte eine reguläre Schule besuchen. Doch verwunderlich war es nicht, dass ihr nahegelegt wurde, später eine Hauptschule zu besuchen. Sie wollte allerdings unbedingt auf eine Realschule mit Sportklasse – mit der Unterstützung ihrer Eltern erreichte sie dieses Ziel. „Schwimmen, Tauchen, 800 m in einer vorgegebenen Zeit laufen, Weitsprung, Werfen und vieles mehr. Die Prüfung habe ich bestanden und es in die Sportklasse geschafft“, erzählt sie. Sobald sich Jacqueline Strecker dort eingelebt hatte und es gut lief, kam die nächste Herausforderung auf die junge Schülerin zu – ein Umzug. Sie musste die Schule wechseln und war damit zunächst vollkommen überfordert. An eine Situation aus der 6. Klasse erinnert sie sich noch besonders gut: „Ich sollte ein Referat halten und habe mich mit Händen und Füßen gewehrt. Ich habe geweint und mich sogar geweigert, zur Schule zu gehen.“ Alle Ausflüchte haben letzten Endes jedoch nichts genutzt und Jacqueline Strecker musste das Referat halten. „Hinterher hatte ich aber die Erkenntnis, dass es gar nicht so schlimm war und vor allen Dingen habe ich eines der besten Referate gehalten.“

Nach der Schulzeit besuchte Jacqueline Strecker die Fachhochschule und machte anschließend eine Ausbildung zur Finanzwirtin. Und auch hier hatte sie noch mit ihrer Schüchternheit zu kämpfen.

Ein Wendepunkt, der alles veränderte

Während sie mitten in den Abschlussprüfungen des Kaufmännischen Berufskollegs Fachhochschulreife steckte, erschütterte ein Schicksalsschlag ihr noch junges Leben und stellte sie vor bisher nie da gewesene Herausforderungen. „Der Tod meines Vaters im Jahr 2012 hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Ich konnte es am Anfang gar nicht richtig realisieren. Ich war traurig, wütend und ich hatte Angst, was noch auf uns als Familie zukommen wird“, erzählt sie. In dieser schweren Zeit hat sie stets versucht, ihre Familie aufzubauen und für sie da zu sein. Irgendwann jedoch kam der Punkt, an dem Jacqueline Strecker realisierte, dass es so nicht weitergehen kann. Schritt für Schritt erkannte sie in einem längeren Prozess, dass sie sich selbst im Weg stand. Sie wollte sich nicht länger von anderen Menschen zurückhalten lassen. Es war an der Zeit, das Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Nach ihrer Ausbildung entschied sie sich für ein Studium zum Bachelor of Laws und trat danach eine Stelle als Sachgebietsleiterin beim Landesamt für Besoldung und Versorgung an. Zunächst lief alles wunderbar, doch dann ging es ihr nicht mehr gut, wie sie berichtet: „Ich habe selbst gemerkt, dass es mir immer schlechter und schlechter ging, konnte aber nicht die Notbremse ziehen. Mein Körper hat deshalb irgendwann Stopp gesagt. Ich hatte extreme Schmerzen und konnte nicht mal mehr wirklich laufen. Und ich wusste im Endeffekt auch, das ist nicht das, was mein Herz möchte.“ Sie wollte ihren eigenen Weg gehen, sich ein Business aufbauen, in dem sie wirklich etwas bewegen konnte. Doch ganz so einfach war das natürlich nicht, schließlich hatte sie sich durch das Studium verpflichtet, 5 Jahre in ihrem Beruf zu arbeiten. Sie ergriff also eine Chance, sich nebenbei gemeinsam mit einer Freundin selbstständig zu machen. Sie begeisterte sich auch zunehmend für das Thema „Persönlichkeitsentwicklung“, wie sie erzählt: „Ich war auf einigen Events dabei und habe mich immer mehr damit auseinandergesetzt, weil ich wissen wollte, was es noch gibt“.

Endlich selbstständig?

Gemeinsam mit ihrer Freundin wollte Jacqueline Strecker also neben ihrer festen Anstellung den Sprung in eine Selbstständigkeit wagen: „Unser Ziel war, ein eigenes Event auf die Beine zu stellen. Obwohl wir organisatorisch alles gut umsetzten, haben wir viele Fehler gemacht“, erinnert sich Jacqueline Strecker lächelnd. Sie hatten bereits mehrere sehr gute Speaker an der Hand, die auf dem Event einen Vortrag halten sollten und weitere waren im Gespräch.

Ein Punkt, den sie allerdings sehr unterschätzten, war die Location für das Event auszuwählen: „Wir haben mehrere Locations besucht, sind zum Beispiel bis nach Frankfurt gefahren. Es schien zunächst, als hätten wir den perfekten Veranstaltungsort gefunden, doch es kam einfach kein Vertrag zustande.“ So zog es sich durch die komplette Eventplanung. Ein Drama jagte das nächste. Die engagierten Dienstleister lieferten zudem nicht das vertraglich Vereinbarte. „Wir haben viel Geld dafür bezahlt und am Ende nicht die vereinbarte Leistung erhalten“, erzählt Jacqueline Strecker. Einiges, was sie dort erlebte, grenzte schon fast an Betrug. Schlussendlich hat es zwar mit dem Event und der ersten geplanten Selbstständigkeit nicht geklappt, aber zurück blieben viele Erkenntnisse, die Jacqueline Strecker nach vorne gebracht haben; zum Beispiel nicht sofort jedem zu vertrauen, der sich augenscheinlich seriös und vielversprechend präsentiert. „Wir haben uns gesagt, dass wir niemals so werden wollen wie die Leute, auf die wir gestoßen sind. Ich glaube vielen ging es einfach nur um das Geld. Und das war genau das Gegenteil von uns“, erzählt sie.

Die wohl schönsten Herausforderungen

Durch weitere Coachings und Seminare konnte Jacqueline Strecker ihr Selbstbewusstsein noch einmal extrem steigern. Sie hat gelernt, für sich einzustehen, nein zu sagen und ihre Meinung zu vertreten. „Früher wäre ich beispielsweise niemals alleine auf ein Event gefahren, erst recht nicht, wenn ich wusste, dass ich dort niemanden kenne. Jetzt ist das für mich alles gar kein Problem“, erzählt sie. Auf Events von Slatco Sterzenbach lernte sie zum Beispiel, alte Glaubenssätze aufzulösen und klar nach vorne zu blicken –etwas, das ihr noch heute sehr hilft.

Während ihrer eigenen Coaching-Ausbildung und durch Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung legte Jacqueline Strecker die Rolle des einst schüchternen Mädchens endgültig ab. Kurz darauf folgte schon die nächste, wenngleich wohl schönste Herausforderung ihres Lebens – Töchterchen Celine. Der Plan der eigenen Selbständigkeit war jedoch immer noch aktuell und sie verfolgte diesen weiterhin konsequent. Mit der Unterstützung ihres Mannes, der anfangs noch skeptisch war, und der Hilfe von echten Profis setzt sie gerade ihren Traum vom eigenen Business in die Tat um.

Der Weg in eine strahlende Zukunft

Angst ist für Jacqueline Strecker mittlerweile ein Fremdwort. Sie begeistert sich für Neues, lässt sich nicht mehr von anderen mit Aussagen wie „Du kannst dich doch nicht selbstständig machen“ oder „Dein Beamtenweg ist doch so sicher“ ausbremsen, sondern riskiert etwas. Blickt sie heute zurück, weiß sie, dass sie sich oft selbst blockiert hat und sich manchmal selbst im Weg stand. „Ich bin jetzt offen. Ich spreche Sachen an, die mich stören und vertrete meine Meinung, natürlich immer mit dem gegebenen Respekt.“ Die einstigen Ketten, die ihre Schüchternheit um sie legte, hat sie erfolgreich gesprengt. „Ich bin meinen Weg gegangen und habe mich von niemand aufhalten lassen und genau das werde ich auch weiterhin tun. Nur weil andere nicht so groß denken können, heißt es nicht, dass ich das nicht erreichen kann, was ich möchte“, erzählt sie begeistert.

In Zukunft will sie Frauen – vor allem Müttern – in Führungspositionen zeigen, was alles möglich ist, wenn man an sich glaubt. „Ich möchte Vorbild sein für all diejenigen, die etwas bewegen möchten und die ihr Leben in die eigene Hand nehmen möchten.“ Ihr Arbeitscredo lautet: Jeder hat das Recht erfolgreich zu sein.

Und es gibt noch weitere Ziele, die Jacqueline Strecker verfolgt und die sie bestimmt auch erreichen wird: zum Beispiel ein eigenes Buch schreiben, eine Stiftung für notleidende Kinder in Deutschland gründen oder auf großen Bühnen Vorträge halten.


Jacqueline Strecker

Als junge Führungskraft etwas zu bewegen, Mitarbeiter zu begeistern und das Unternehmen nach vorne zu bringen, ist keine leichte Aufgabe. Jacqueline Strecker unterstützt als Mentorin, Wegbegleiterin und Impulsgeberin Menschen dabei, in der Rolle als Führungskraft mit Einzigartigkeit zu überzeugen und echte Erfolge zu erzielen. Ihr Ziel ist es, dass jeder Einzelne seine Fähigkeiten und Potenziale erkennt und sie entfaltet.

www.jacquelinestrecker.de



Bestellen Sie jetzt das Personal Brand Magazin