Nur wer selbst Dreck gefressen hat, weiß wie es schmeckt

„Diesen Tipp könnte ich dir noch…“, „Das wäre mein Ratschlag…“, „Versuche es doch mal so…“ – wem kommen diese gut gemeinten Ansätze bekannt vor? Wir stecken mit dem Hals in der Scheiße, wissen keinen Ausweg und klicken uns durch diverse Ratgeber des Internets, in der Hoffnung: „Da wird schon jemand sein, der mich versteht, der mir helfen kann.“ Ich sage, wer nicht selbst mit dem Hals in der Scheiße gesteckt hat, der kann noch so viele Lehrbücher gefressen haben – um das Leid des Gegenübers nachempfinden zu können, muss man es selber durchlebt haben.
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Was heißt es, wenn du nachts wach wirst und merkst, du bist zahlungsunfähig? Was heißt es, wenn du merkst, dass deine Ehe kaputt geht? Was heißt es, wenn du morgens vor der Spülmaschine stehst und nicht mehr weißt, wie man sie ausräumt – weil die Energie fehlt? Ich behaupte, dass es da draußen viele UnternehmerInnen gibt, denen diese Fragen bekannt vorkommen. Ich weiß, dass ich heute nicht in der Lage wäre, meinen KundInnen als Buddy zur Seite zu stehen, wenn ich diese existentiellen Ängste nicht selbst erlebt hätte – und ich glaube, dass das kein noch so „erfolgreicher“ Pseudo-Internet-Begleiter kann.

Ehetherapien gibt es wie Sand am Meer – und wer kann mir helfen?

Paarberater, Eheberater, Ehetherapeuten – und wie sie nicht alle heißen. Ein Beispiel unter vielen weiteren BeraterInnen, die es mittlerweile auf dem Markt gibt. Aber wie viele von ihnen haben die Scheidung selbst durchlaufen? Wer von ihnen kennt den Schmerz wirklich, der mit einer solchen Trennung verbunden ist? Wer weiß wirklich, was es bedeutet, durch eine Trennung zu gehen und seiner Rolle als Vater oder Mutter nach wie vor gerecht zu werden? In einer solchen Situation sollte man besser keinen Berater vor sich sitzen haben, der von der gesamten Thematik keinen blassen Schimmer hat. Der einem Ratschläge bis zum Umfallen gibt und meint, dich auf den Pfad der Erleuchtung zu begleiten – Bullshit!


Da hilft selbst ein preisgekröntes Lehrbuch nicht

Ich bin der Meinung, dass professionelle BeraterInnnen, Coaches und TrainerInnen anderen Menschen in Krisensituation und extremen Tiefpunkten nur dann weiterhelfen können, wenn sie selbst eine solch schmerzhafte Situation durchlebt haben. Es reich nicht, sich jeden Abend vor dem Schlafengehen eine „Gute-Nacht-Geschichte“ aus dem Lehrbuch durchzulesen, das die Buchhändlerin aus dem Heimatkaff vorgeschlagen hat. Häufig erlebe ich, dass genau diese BeraterInnen zwar Tipps und Ratschläge – auswendig gelernt – weitergeben. Allerdings schaffen sie es nicht, Empathie und Nahbarkeit an das Gegenüber weiterzugeben. Da frage ich mich – wie soll das funktionieren?

Menschen nahbar begleiten – aber wie?

BeraterInnen gibt es wie Sand am Meer und es fällt schwer, das passende Sandkorn zu finden. Menschen oder UnternehmerInnen zu begleiten, die in eine Krisensituationen reinlaufen oder vielleicht sogar schon mitten in einer solchen Situation stecken – denen hilft kein Gegenüber, dass in seiner Ausbildung ein Lehrbuch nach dem anderen auswendig gelernt hat. UnternehmerInnen, die Klarheit und Orientierung suchen, brauchen ein Gegenüber auf Augenhöhe – es bedarf Empathie auf der Basis von „Ich habe das selbst erlebt“.

Es ist enorm wichtig, private wie berufliche Krisensituationen zu durchleben – auch wenn das nicht gerade wünschenswert ist. Wie wollen Sie sonst einen Menschen angemessen begleiten? Wie möchten Sie sonst empathisch und nahbar sein? Das gelingt nur, wenn auch Sie vergleichbare Situationen durchlebt haben und aus der Lebenserfahrung heraus wissen, wie sich das anfühlt. Mit Sicherheit gibt es Menschen, die fachlich gut ausgebildet sind und bei denen eine rein theoretische Lernebene funktioniert – keine Frage. MenschenbegleiterInnen hingegen können nur dann in Exzellenz agieren, wenn sie selbst Krisensituationen durch- und erlebt haben. Es geht nicht darum, nur Ratschläge zu geben oder nur darüber zu reden. Vielmehr sollte man wissen, wie es sich anfühlt bis zum Hals im Dreck zu stecken – um nachzuempfinden, wie es dem Gegenüber gerade geht.


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Quality Time – Zeit für deine Themen

Wenn Sie beim Lesen des Öfteren ins Nicken gekommen sind und als UnternehmerIn an dieser Stelle aktiv etwas verändern möchten, sollten wir sprechen. Nutzen Sie die Quality Time mit Ben Schulz, um wieder motiviert und kraftvoll nach vorne zu gehen.


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