Auf du und du mit Zetsche & Co.?

Top-Manager, CEOs und soziale Netzwerke? Was beispielsweise in den USA vielfach Hand in Hand geht, ist in Deutschland eine seltene Verbindung. Twitternde, bloggende oder vloggende Dax-Vorstände? Warum Wirtschaftsgrößen das Social Web entdecken und was es zu beachten gibt.


Persönlichkeit schafft Wahrnehmung
Klar ist, die Welt wird immer digitaler und der Stellenwert von Online-Kommunikation nimmt zu. Klar ist auch, dass CEOs die Kultur und Marke eines Unternehmens prägen, welche wiederum das Image prägt. Insbesondere im digitalen Zeitalter schafft Persönlichkeit nicht nur Abgrenzung, sondern überhaupt Wahrnehmung. Das haben bereits viele Wirtschaftsgrößen aus anderen Ländern erkannt. Nicht nur die Amerikaner, auch unsere direkten Nachbarn wie Österreich und Schweiz nutzen aus diesem Grund ein weiteres, mächtiges Tool, um ihre Persönlichkeit nach außen zu tragen und zugleich ihre Marke zu promoten: das Social Web. Immerhin 47 Prozent der Austrian-Traded-Index-Vorstandschefs sind in den sozialen Netzwerken vertreten und aktiv, in der Schweiz sind es mit 53 Prozent der Vorstände von SMI-gelisteten Unternehmen sogar noch mehr!

Persönlichkeit schafft Nahbarkeit
Als Personal-Branding-Experten wissen wir, wie stark Persönlichkeit Unternehmenskultur prägt und auch die Außenwirkung maßgeblich beeinflusst. Die CEOs und Vorstandschefs geben mit ihren Nachrichten, Blogs und Artikeln Einblicke in ihre Branchen und zeigen zugleich Persönlichkeit. Auch wenn sicherlich nicht alle Zeilen von den CEOs und Top-Managern selbst verfasst wurden, so schaffen sie dadurch dennoch Nähe und Authentizität. Eine Kontaktaufnahme mit den Wirtschaftsgrößen schien nie einfacher, sie sind nur noch einen Like, Kommentar oder eine Direct-Message entfernt. Emotionalisierung und Nahbarkeit sind entscheidende Erfolgsfaktoren.

#linkedinfluencer
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, dass auch deutsche CEOs und Top-Manager mal aufwachen und die Chancen des Social Webs für sich entdecken. Im April 2017 hat z. B. Daimler-Chef Dieter Zetsche ein Profil bei LinkedIn angelegt – mittlerweile hat er mehr als 80 Tausend Kontakte. Regelmäßig publiziert »Dr. Z«, wie er im Netz auch genannt wird, über das Netzwerk Artikel und Postings, macht Scherze und zählt zu den »LinkedInfluencern«. Das sorgt natürlich für Wirbel. Nicht alle finden seine Positionierung im Netz gelungen. Das ist zwar ein anderes Thema, wirft aber wichtige Fragen auf.

Was es zu beachten gilt
Sicher, das Social Web ist ein mächtiges Tool mit dem man die eigene Persönlichkeit, Marke oder das Image gut positionieren und weit nach vorne bringen kann. Twitternde und bloggende CEOs können ein Unternehmen und eine Marke nahbar, authentisch und menschlicher wirken lassen. Wenn die Umsetzung gelungen und stimmig ist. Wenn auch Sie überlegen, das Social Web zu nutzen, geben wir Ihnen folgende Fragen mit auf den Weg, die Sie sich zunächst stellen sollten:

Wenn ich im Social Web kommuniziere …

… wofür stehe ich?
… welche Message trage ich nach außen?
… wie wirkt diese Message auf die Zielgruppe?
… wie wirkt die Message unternehmensintern?
… korreliert meine Message mit der Kultur der Marke?
… passt die Message überhaupt zum Image der Marke?

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