Der Coaching-Markt im deutschsprachigen Raum

Fakten und Ziele

Das Überangebot auf dem deutschsprachigen Coaching-Markt erfordert Professionalisierung jedes einzelnen Coachs. Die Verbandszugehörigkeit reflektiert für den Kunden Kompetenz und Qualifizierung - in der richtigen Kombination mit einem individuellen Marketing-Konzept verspricht das dauerhaften Erfolg.

Sie unterliegt keiner geschützten Berufsbezeichnung – die Tätigkeit eines Coachs. Diese Tatsache lässt schon vermuten, dass sich eine immer größer werdende Zahl an selbsternannten Coachs auf dem Anbietermarkt tummelt und sich potenziellen Kunden das Angebot unüberschaubar darstellt. Bisher ging man allein in Deutschland von etwa 5000 Menschen aus, die als Coach aktiv sind, laut einer Studie der Universität Marburg unter der Projektleitung von Peter-Paul Gross, bei der sowohl die Anbieter-, als auch die Kundenseite befragt wurde, wurde diese Zahl auf 8000 korrigiert.

Begriff unterliegt „massiver Zweckentfremdung“

Ebenso wie in Deutschland, sieht man auch in Österreich das Problem des Überangebots. Michael Tomaschek zum Beispiel, Initiator und Obmann des österreichischen Coaching-Dachverbands „Austrian Coaching Counsil“ (ACC), kritisiert die Entwicklung des Markts: „Jede Gesprächssituation, in der eine Person einer anderen Person Ratschläge gibt, wird heute Coaching genannt. Für Coaching-KundInnen wird es zunehmend schwieriger, sich zu orientieren.“ Der Dachverband sieht es als seine Aufgabe, Standards und Maßstäbe setzen zu müssen, die genaue Angaben hinsichtlich Qualität und Kompetenzen der Coachs machen können.

Expertise herausstellen

Diesem Wunsch kommen auch die Coachs gerne nach: Aus einer Studie der „Marktumfrage Coaching“ des Departements Angewandte Psychologie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft (ZHAW) geht hervor, dass im Jahr 2009 rund 89% der Coachs eine Weiterbildung absolviert haben. In Deutschland geben 72% eine weitere Qualifizierung an. Diese Zahlen lassen sich ähnlich ebenso auf Österreich übertragen und zeigen, dass es eine Orientierung in der Coaching-Szene gibt darauf hinzuarbeiten, sich durch Professionalisierung von dem allgemeinen Angebot abzuheben. Das setzt wohl durchdachtes Marketing voraus.

Welche Marketing-Maßnahmen setzen Coachs aktiv um?

Aus beiden zuvor genannten Studien sticht eine Maßnahme ganz klar hervor: Das Weiterempfehlungsgeschäft. Wobei hier Coachs aus der Schweiz mit 91% der Befragten noch deutlich über 58% der Befragten aus Deutschland liegen, welche die Mund-zu-Mund Propaganda als wichtigste Einnahmequelle sehen. An zweiter Stelle steht die Präsentation über die eigene Website und wird gefolgt von öffentlichen Auftritten und Publikationen.

Selektionsfaktor „Bauchgefühl“

Wenn man das Weiterempfehlungsgeschäft näher betrachtet, entsteht direkt die Frage: Warum empfiehlt ein Kunde einen Coach weiter? Ganz klar – weil die „Chemie“ gestimmt hat. Weil das „Bauchgefühl“ hier die Wahl entscheidend bestimmt und darüber entschieden hat, mit diesem Coach weiter arbeiten zu wollen. Dann kann ein Kunde auch „seinen“ Coach entsprechend weiterempfehlen. Zum Bauchgefühl gibt es jede Mange Studien über das allgemeine Kaufverhalten, die darlegen, dass ein Kunde gerne ein teureres Kleidungsstück vor einem günstigeren, gleichwertigen vorzieht, nur weil ihm der Verkäufer sympathisch war.

4 Jahre bis zur Etablierung

Jetzt wird auch eine Tatsache deutlich, wenn man die Gewichtung des Empfehlungsgeschäfts sieht: um weiterempfohlen zu werden braucht man Kunden und Zeit! Nicht umsonst spricht man von mindestens 4 Jahren, die ein Coach benötigt, um sich auf dem Markt einen Namen zu machen und von Empfehlungen leben zu können. Daher üben die meisten Coachs Ihre Coaching-Tätigkeit neben ihrem eigentlichen Beruf aus. Auf die zu Anfang genannten Studien bezogen sind es in Deutschland lediglich 10% der Befragten, die als Vollzeit-Coachs tätig sind, in der Schweiz geben das bereits 30% an.

Verbandszugehörigkeit als Qualitätssiegel

Das Ziel der Verbände aller deutschsprachigen Länder ist die Erwirkung eines geschützten Berufstitels und die Offenlegung von Standards und Maßstäben, die den Suchenden über Qualität und Kompetenzen der Coachs informieren. Das macht deutlich, wie hoch der Stellenwert einer Verbandszugehörigkeit in allen deutschsprachigen Ländern ist, denn diese zeigt die zuvor genannten Qualitäten und geben dem Kunden Sicherheit. Kunden erwarten von einem Coach  Berufserfahrung, Kompetenz und eine qualifizierte Coaching-Ausbildung, was von Coachs durch Investition in eine optimale Qualifizierung und Weiterbildung überall gerne umgesetzt wird.

Unschlagbar: Qualität plus Marketing

Qualifizierung alleine geht schnell in der Masse unter, denn es gibt noch Tausende mit ähnlichen Qualitäten. Wenn Sie aber wissen, was Ihr Alleinstellungsmerkmal ist – worin Sie sich von allen anderen Anbieter unterscheiden und warum gerade Sie das bieten was der Kunde sucht – können Sie in Kombination mit dem richtigen Marketing-Konzept auf Ihrer Karriereleiter nach oben steigen.

Überlegen Sie, was Sie erreichen wollen und das richtige Marketing bringt Ihnen die Erfolgs versprechende Einschlagskraft.

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