Ein gutes Corporate Design – aus Sicht eines Personal Branding Creative Directors

Interview mit Philippe Fiedler

Wie ist das Vorgehen in der werdewelt, wenn es um Corporate Identity und Design geht? Das erzählen wir euch gerne: In den Strategietagen unserer Ben Schulz & Consultants wird die CI, Corporate Identity, von einem Unternehmen oder einem Selbstständigen herausgestellt. Anschließend legen unsere Strategen ein individuelles Personal Branding fest – abgestimmt auf die Identität und Persönlichkeit des Kunden. Umgesetzt wird diese Positionierung – visuell und textlich – dann in der Text-, Grafik- und Webabteilung unserer werdewelt. Was dabei ein gutes Corporate Design ausmacht, hat uns Philippe verraten.


Was bedeutet für dich ein gutes Design?
Ein gutes Design ist Teil einer CI, das heißt, es spiegelt die Identität des Unternehmens oder des Menschen wider, um dessen Marke es geht. In unserer Agentur ist deshalb der Startpunkt der Strategietag, an dem genau das entwickelt wird.
Daraus dann ein Logo zu entwerfen, ist Handwerk. Ein Logo nach der individuellen Persönlichkeit eines Menschen oder eines Unternehmens zu entwickeln, ist Handwerk à la Personal Branding und damit etwas für Fortgeschrittene.

Wie gehst du nach dem Strategietag vor, wenn du ein Design für einen Kunden entwickelst?
Als erstes schaue ich mir Folgendes an: Was für Werte hat der Kunde? Welche Ziele verfolgt er? Wo kommt er her und was macht seine Persönlichkeit aus? Was ist sein Thema? Welche Zielgruppe bedient er? Diese und mehr Fragen werden beantwortet. Oftmals können wir grafisch schon mit Texten für das Projekt arbeiten und die Aussagen und die Art des Textes mit in die Designentwicklung einfließen lassen. Wir starten mit dem Logo – und schauen dann, inwieweit das Logo und alles, was wir über die Person, das Thema und die Zielgruppe wissen, in eine Bildsprache übersetzt werden kann. Das komplette Zusammenspiel von Farben, Formen und ihrer Anordnung muss im Blick behalten werden. Es geht ja um nichts Geringeres als dass ein Betrachter am Ende ein Gefühl – im wahrsten Sinne des Wortes – für diese Marke bekommt. Nicht mehr und nicht weniger.

Und woher nehmt ihr die passenden Bilder?
Wir haben einen Experten für Personal-Branding-Fotografie im Team: Uwe. Er macht die Bilder – die natürlich auch ins Design eingebunden werden. Der entscheidende Punkt dabei ist, dass er ebenfalls auf der Basis der Positionierung arbeitet.
Wir legen großen Wert darauf, dass wir Kunden textlich und visuell authentisch wiedergeben. Deswegen sagen wir unseren Kunden: Bitte komm so zum Fotoshooting, wie du auch in deinem Unternehmen oder bei Kunden erscheinst. Im Nachgang, wenn das digitale Design steht, machen wir uns dann an die Printsachen. Geschäftsausstattung, Messematerialien, Flyer und vieles mehr werden entworfen und produziert. Ein gutes Design findet sich in all diesen Formaten wieder. Wenn dafür eine gute Basis geschaffen wurde, gelingt es über alle Medien hinweg ein authentisches Bild der Marke zu zeichnen.

Gibt es Grenzen?
Nein. Dabei gibt es keine Grenzen. Jemand kann sogar die Initialen seines Unternehmens auf dem Nummernschild haben, sein Logo auf der Krawatte tragen oder seine Haut damit verewigen. Es gibt keine No-Gos, denn wenn es zu der Persönlichkeit passt, ist es genau das Richtige. Wir möchten, dass Kunden sich in allem, was sie von uns bekommen, wiederfinden und wohlfühlen. Denn nur dann stehen sie voll dahinter.

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