Einmal Marke, immer Marke?

Es war ein harter Weg. Jetzt ist es geschafft: Sie sind mithilfe von Personal Branding zur Marke geworden, haben ein Standing, haben polarisiert und stehen voll hinter Ihrer Sache. Damit ist eine Hürde genommen. Und zwar erfolgreich, ansonsten wären Sie nicht da, wo Sie jetzt sind. Was passiert als nächstes? Ist jetzt zurücklehnen und genießen angesagt? Wohl kaum. Mal abgesehen davon ... wäre das nicht total langweilig, besonders jetzt, wo’s doch so richtig losgehen sollte?

Dass Personal Branding ein Selbstläufer sein soll, ist ein Trugschluss, denn: Als Brand hat man nicht nur Freunde. Und wer nicht »Everybodies Darling« ist, muss damit rechnen, auch mal beschossen zu werden. Doch darauf wurden Sie schon von Beginn an vorbereitet und Sie haben sich bewusst dazu entschieden, trotzdem zur Marke werden zu wollen. Dem standzuhalten, ist die nächste Hürde.

Es ist nicht immer einfach, sich selbst treu zu bleiben, wenn die Angriffe an manchen Tagen heftiger sind als an anderen. Momente des Zweifels überwiegen da gerne die Momente der Bestätigung, alles richtig gemacht zu haben. Die Versuchung einzuknicken ist dann besonders groß. In solchen Zeiten ist es besonders wichtig, sein Standing zu behalten. Damit kommt die Selbstsicherheit wie auch die Überzeugung zurück, dass sich der Weg gelohnt hat.

Doch auch wenn die Jahre erfolgreich vergehen – Hochs und Tiefs dürfen und müssen natürlich sein – bedeutet das nicht, dass dieser Erfolg anhält. Der Grund: Menschen ändern sich. Sie ändern sich, genauso wie Ihre Zielgruppe. So müssen Sie sich immer mal wieder infrage stellen, ob Ihre Positionierung auch wirklich noch Ihren Werten, Antreibern, Zielen und Wünschen entspricht. Genauso müssen Sie auch permanent den Markt beobachten und auf das reagieren, was dort passiert. Schließlich gibt es keine Idee, die unverändert 30 Jahre lang funktionieren kann. Wer nämlich weiterhin sein Ding macht und Veränderung nicht bemerkt, ist plötzlich weg vom Fenster.

Merkwürdigerweise gibt es immer noch viele Menschen, die mit Scheuklappen durch den Markt laufen und nicht realisieren, was rundherum passiert und auch vor allem, was der Wettbewerb macht. Sich an diesem zu orientieren ist aber wichtig, um sich die Frage beantworten zu können: „Wie kann ich meine Unverwechselbarkeit halten?“

Und außerdem: Trends sind plötzlich da und verändern Menschen. Produkte werden auf den Markt gebracht und verändern Verhaltensweisen, Abläufe, Erwartungen etc. All das hat wiederum eine Auswirkung auf die Art und Weise, wie man erfolgreich sein kann. Dieses generelle Schauen nach rechts und links ist also essenziell für die eigene Weiterentwicklung und den Erfolg als Marke.

Wie auch immer Sie Ihre eigene Positionierung anpassen ... es gibt eine Sache, die Sie dabei immer im Hinterkopf haben müssen: Haben Sie einmal etwas kommuniziert, können Sie nicht wieder zurückrudern. Das würde nämlich Ihre Glaubwürdigkeit zunichtemachen und das war’s dann erst mal mit dem Erfolg mit der Personal Brand.

Und gibt’s mal Probleme beim Thema »als Marke überleben«, hilft ein Sparringspartner mit dem Mandat zum Arschtreten – also eine ordentliche Gefährtenschaft.

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