Identität, Information, Interaktion

10 Regeln, die Sie im Social Web beachten sollten


1. Zeigen Sie Ihre Identität

Legen Sie Ihren vollen Namen, Ihre Funktion und Ihren Arbeitgeber offen, wenn Sie Ihre Arbeit betreffende Inhalte hinterlegen. Egal, ob auf einer privaten oder professionellen Website.

2. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Inhalte

Wählen Sie die „Ich-Form“ anstelle der „Wir-Form“. Fügen Sie die folgende Ergänzung hinzu: „Der dargestellte Inhalt dieses/r Blogs oder Website reflektiert ausschließlich meine persönliche Meinung und nicht die meines Arbeitgebers (gilt nicht für gepostete Inhalte im Auftrag des Arbeitgebers in einem Corporate Account).“

3. Seien Sie offen, aber nicht zu persönlich

Wägen Sie sorgfältig ab, was Sie kommunizieren. Die Öffentlichkeit ist nicht daran interessiert zu erfahren, welche banalen Aufgaben Sie zu erledigen haben oder wie Ihr Haustier heißt.

4. Unterstreichen Sie Ihre Meinung mit Fakten

Unterscheiden Sie sorgfältig zwischen Meinung vs. Fakten. Überlegen Sie gründlich, was Sie hinterlegen, bevor Sie es hinterlegen. Bestehen geringste Zweifel, dann sollte der Inhalt auf keinen Fall veröffentlicht werden! Verlinken Sie zu anderen guten Quellen mit ähnlichem Thema. Würdigen Sie die Quellen, von denen Sie Informationen ziehen, in angemessener Form. Denn jeder Mensch mag es, wenn seine Arbeit gewürdigt wird. Das Social Web lebt vom Geben und Nehmen.

5. Geben Sie Fehler zu und korrigieren Sie diese

In einem sozialen Netzwerk ist es einfacher, Unehrlichkeiten zu entdecken. Um Ihre Integrität zu bewahren, speichern Sie alle original hinterlegten Inhalte. Falls Textkorrekturen erforderlich werden, machen Sie diese sichtbar, indem Sie die Texte durchstreichen. Nehmen Sie sich Zeit, um Korrektur zu lesen und prüfen Sie die Fakten Ihrer Inhalte.

6. Veröffentlichen Sie nur das, was Sie auch jederzeit persönlich sagen würden

Soziale Netzwerke geben uns eine Stimme, Emotionen zu vermitteln und versetzen uns in die Lage, unsere Frustration auszudrücken. Die Auswirkungen können allerdings fatal sein.

7. Sorgen Sie für Mehrwert

Wollen Sie das Interesse der Leser auf sich ziehen, sollten Sie Inhalte bieten, die korrekt, relevant und von Nutzen sind. Schreiben Sie über das, was Sie wissen und seien Sie sich darüber im Klaren, für wen Sie schreiben.

8. Respektieren Sie den Datenschutz

Sie sind rechtlich verpflichtet, das geistige Eigentum, das Betriebsgeheimnis und finanzielle Informationen Ihres Arbeitgebers zu schützen.

9. Antworten Sie zeitnah und höflich auf Leserkommentare

Soziale Medien sind dialogorientiert. Antworten Sie daher höflich und konstruktiv auf Kommentare Ihrer Follower.

10. Die wichtigste Regel überhaupt

Wer sich ins Netz begibt, wird zur öffentlichen Person oder zum gläsernen Unternehmen. Wenn Sie einmal irgendwo Ihre Adresse hinterlegt haben, dann ist sie im Netz. Diese wieder dort herauszubekommen ist deutlich schwerer. Also überlegen Sie gut, was Sie wo und wie reinstellen. Denken Sie an Ihre Ziele und was Sie mit Social Media erreichen wollen.

Das kleine Einmaleins für erfolgreiches Social Media

Liste erstellen: Wieviel Zeit verbringt ein Mitarbeiter oder sie selbst mit folgenden Tätigkeiten pro Tag oder pro Woche?

Mails bearbeiten, Gruppen betreuen, Texte posten, Anfragen versenden, Profil pflegen, Verstöße melden, Kontakte einstellen, Threads löschen, tweets versenden, Artikel bewerten, bestätigen, Fotos und Videos einstellen, Artikel schreiben, Statusmeldungen bearbeiten, Seminare einstellen…

  • Was versprechen Sie sich von Social Media?
  • Was soll in einem Jahr passiert sein?
  • Was haben Sie schon gemacht im Bereich Social Media?
  • Wie viel Zeit und Mitarbeiter könnten Sie abstellen?
  • Wie viel Zeit brauchen Sie selber dafür?

Eine Anmerkung zum Schluss:

Kurz vor Anpfiff des Pokalendspiels kommt ein Mensch ziemlich außer Atem an das Kartenhäuschen. „Zu spät“, sagt die Kassiererin. „Das Stadion ist ausverkauft – bis auf den letzten Platz.“ – „Schön, dann geben Sie mir den!“

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