klar.stellen

Es vergeht keine Woche mehr, in der nicht jemand Neues auf den Plan tritt und sich als Experte für Positionierung, Personal Branding oder Personenmarketing verkauft. Das erinnert mich an die Zeit, als man sich bei Aldi nen Computer kaufen konnte, Corel Draw installierte und meinte, man sei jetzt Grafiker oder (wenn jemand ganz hoch stapelte) eine Werbeagentur. Das hat damals die ganze Branche kaputt gemacht und diese Scheiße wiederholt sich gerade. Denn werfe ich einen Blick in die Vita der neusten Fachexperten, können diese gerade mal ein gefühlt „18 monatiges Praktikum“ in der Marketingabteilung vorweisen.

Ich ärgere mich maßlos darüber, wenn solche Superexperten ohne Sinn und Verstand ihr „Hirschgeröhre“ wie: „wenn einer weiß, wo es langgeht, dann ich!“, raushauen.

Jetzt denken sicher einige „Ben, warum regt dich das auf? Bleib doch cool!“

Stimmt! Hier geht es aber nicht um Konkurrenzdenken. Der Markt ist wahrlich groß genug. Nein, es regt mich auf, dass mit Identität gespielt wird. Jeder zweite meiner Kunden hat mittlerweile Gruselgeschichten solcher Positionierer und Namens-Pusher auf Lager, dass ich Brechreiz bekomme.

Sagt mal Leute, ist Personal Branding jetzt etwa Trend? Wenn es mir an Umsatz fehlt, mache ich jetzt also auf Positionierungsexperte oder was? Glaubt ihr echt, dass man auf so einer Grundlage Menschen beraten und begleiten kann? Na dann mal weiter so...

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