Personenmarketing – oder wie man seinen Namen als Marke etabliert

Woran denken Sie, wenn Sie einen roten, geschwungenen Schriftzug sehen, der aus zwei Worten besteht, mit C beginnt und mit einem a endet...? Denken Sie etwa an ein dunkelbraunes Erfrischungsgetränk in einer dickbauchigen Flasche?

Aber der Reihe nach. Worum geht es?

Vor kurzer Zeit wurde ich gefragt, was der Begriff personal branding bedeutet. Gute Frage, sogar so gut, dass ich sie in meinem Blog beantworten möchte:

Branding bedeutet, eine Marke aus etwas, z. B. aus einem Produkt, zu machen. Eine Marke ist das Bild, das du von diesem Produkt im Kopf hast. Wenn du also einen roten, geschwungenen Schriftzug siehst, der aus zwei Worten besteht, mit C beginnt und mit einem a endet, wirst du sehr wahrscheinlich automatisch an eine dunkelbraune Limonade in einer bauchigen Flasche denken. Oder? Ist das nicht bemerkenswert, dass wir allein aufgrund eines Schriftzugs an eine ganz bestimmte Sache denken, in unserem Beispiel an eine ganz bestimmt Limonade? Hier können wir von der Marke sprechen, von der brand.

Dieses bewusste, aktive Gestalten der Marke, also des Bildes im Kopf des Kunden, nennt man im Fachjargon branding. Im Umkehrschluss können wir sagen: Wenn Sie mit einem Wort oder einem Schriftzug nichts weiter verbinden können und keine weiteren Assoziationen in Ihnen entstehen, dann handelt es sich vermutlich auch nicht um eine Marke. Ein branding hat nicht statt gefunden.

Beim personal branding geht es darum, dass wir uns auch von Personen ein Bild machen. Es geht darum, den Namen der Person zu einer Marke zu machen. Personal branding zielt darauf ab, dieses Bild aktiv zu beeinflussen und die brand zu gestalten. Personal branding ist daher vor allem für diejenigen wichtig, die in der Öffentlichkeit stehen und mit ihrem guten Namen Geld verdienen wollen, z. B. Speaker, Trainer, Coaches oder Autoren. Bei ihnen kommt es auf das Vertrauen an, das andere Menschen, z. B. Zuhörer, Zuschauer oder Leser, zu ihnen aufbauen. Wenn diese Personen das Bild, das sie nach außen abgeben, nicht bewusst steuern, werden sich die potentiellen Kunden oder Teilnehmer selbst ein Bild von ihnen machen. Oder – im schlimmsten Fall – werden sie sich überhaupt nicht mit ihnen befassen.

Beim personal branding geht es also darum, das Bild, das sich andere von einer Person machen, gezielt zu beeinflussen. Das funktioniert dann am besten, wenn dieses Bild sehr nah an der Person und ihrer Art angelehnt ist. Kunden durchschauen sehr schnell, wenn da was nicht stimmig ist. Je näher es an dem ist, was den Menschen ausmacht, je näher es also an seiner Identität und seinem Charakter dran ist, desto glaubwürdiger und authentischer wirkt das Bild.

Dieses Bild möglichst klar und eindeutig zu kommunizieren, ist sehr wichtig. Je profilierter das Bild von einem Menschen ist, desto einzigartiger kommt er rüber. Er fällt auf und bleibt einfach besser im Gedächtnis. Personal branding eben!

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