Social Media braucht Story-Telling

Über die Psychologie des Teilens


Die Frage lautet: Wie kann man Content streuen, wenn man keine Geschichten hat, die es zu erzählen gilt? Die Antwort dazu: Gar nicht! Man kann zwar, sollte aber nicht. Denn nichts ist für wissensdurstige User enttäuschender, als hinter die Fassaden von leeren Worthülsen zu blicken.

Nicht das WIE kommt zuerst, sondern das WAS!

Social Media lebt vom Teilen, Kommentieren und Verbreiten. Doch was soll verbreitet werden, wenn nicht klar ist, welche Geschichten hinter dem Unternehmen oder der Person stehen?

Oft fällt es Mitarbeitern schwer, Content zu produzieren, weil nicht klar ist, welcher Content im Unternehmen bereits existiert. Jedes Unternehmen, jeder Freiberufler, Trainer, Coach oder Speaker, ja einfach jeder Mensch hat eine Geschichte, die erzählt werden will. Wenn einmal klar ist, mit welchen Geschichten sich tagtäglich beschäftigt wird, wo das Herzblut in der eigenen Tätigkeit steckt und was in Zukunft erreicht werden soll und wie all dieser Content in eine sinnvolle Planung gegossen werden kann, dann kann das Story-Telling losgehen.

Warum wir „sharen“

Guter Inhalt, der amüsiert, informiert und/oder manchmal auch schockiert wird auch geteilt. Das ist letztendlich das, was wir alle wollen. Wir wollen, dass die Informationen, die wir bereitstellen – sei es über das Unternehmen, die letzte Betriebsfeier oder unser neuestes Produkt – Menschen erreichen, die wir (noch) nicht kennen. Warum ist das so? Nun ja – beim Teilen geht es um nichts anderes als:

  • Reputation – wir wollen uns vor anderen profilieren und definieren Beziehungen 
  • wir wollen Beziehungen zu anderen aufbauen und pflegen Information 
  • wir wollen Gutes und Lesenswertes mit anderen teilen

In einer Studie der University of Pennsylvania in Zusammenarbeit mit der New York Times wurde herausgefunden, welche Emotionen beim Menschen dazu führen, dass er oder sie Content teilt:

Positive Gefühle dabei sind:

  • Ich habe Spaß
  • Ich fühle mich informiert
  • Das ist süß, niedlich
  • Das ist aufschlussreich und bringt mich persönlich weiter

 Negative Gefühle hingegen sind:

  • Das ist schockierend
  • Das macht mir Angst
  • Das macht mich richtig wütend
  • Das ist kontrovers – hier lohnt es sich, mitzudiskutieren und/oder andere zu provozieren

Natürlich möchte man lieber mit positiven Gefühlen in Verbindung gebracht werden, als mit negativen. Deshalb ist es wichtig, Content zu teilen, bei denen sich der Teilende als Held im Social Web fühlt.

Damit das in einer sinnvollen Art und Weise geschehen soll, sollte man sich bei bzw. vor der Content-Erstellung folgende Fragen stellen:

  • Was ist der Mehrwert für meine Zielgruppe, wenn ich diesen Content schreibe und/oder teile?
  • Wird dieser Content meine Zielgruppe unterhalten?
  • Warum sollte meine Zielgruppe diesen Content teilen?

Warum klappt dies – jenes aber nicht?!?

Oft weiß man nicht, wie die Zielgruppe auf dieses oder jenes reagiert. Vielleicht haben Sie stundenlang an einem Blogartikel gesessen und der zugehörige Link wurde auf Facebook nur selten geklickt. Dahingegen hat sich das lustige Foto vom letzten Messe-Highlight verbreitet wie der Wind? Dann mischen Sie Ihren Content so, dass für jeden etwas dabei ist. Manchmal darf es lustig, manchmal aber auch gehaltvoll sein. Bei Facebook zieht vielleicht das Bild – auf Ihrem Blog allerdings, dürfen und sollten Sie Ihre Leser mit Informativem und Wissenswertem füttern und... es darf auch länger sein.

Quellen für diesen Artikel:

http://www.derfalschehase.at/blog/social-media-und-content-marketing


http://www.nytimes.com/2010/02/09/science/09tier.html?_r=1&


http://blog.hootsuite.com/social-media-storytelling-3/ 

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