Was braucht man zur Personal Branding Fotografie?

Was war eigentlich Ihr Traumberuf? Üben Sie ihn gerade aus? Oder bleibt es weiterhin ein Traum, der Ihre Augen immer dann zum Leuchten bringt, wenn Sie Ihre Gedanken dorthin richten?


Manche entdecken ihren Traumberuf sogar erst später – wenn sie sich beispielsweise auf etwas spezialisieren können. Unserem Personal Branding Fotografen Uwe Klössing erging es ähnlich. Er hatte schon immer ein Händchen für Menschen und hat in der Personal Branding Fotografie »sein Ding« gefunden. Wir haben mal nachgefragt, was es aus seiner Sicht für einen Fotografen braucht, um Menschen für Personal Branding fotografieren zu können.

Hi Uwe, du bist jetzt seit fast einem Jahr unser Personal Branding Fotograf. Wie kam’s eigentlich dazu, dass du dich darauf spezialisiert hast?
Angefangen hat alles damit, dass ich Ben und die werdewelt kennengelernt habe, weil ich etwas für meine Sichtbarkeit im Markt tun wollte. Als ich dann meinen Strategietag hatte, war für mich sehr schnell klar: Personal Branding ist ein extrem interessantes Thema und im Grunde genommen habe ich Menschen schon lange in diese Richtung fotografiert. Außerdem fühlte ich mich schon damals irgendwie der werdewelt zugehörig und mir wurde bewusst: Ich will einmal zu diesem Team gehören, das aus Menschen Marken macht.

Was ist für dich das Besondere an der Personal Branding Fotografie?
Menschen ticken übers Auge. Bilder lassen Emotionen, Gefühle und Gedanken entstehen. Anders als beim klassischen Fotografieren für den Personalausweis, die Bewerbung oder das Familienalbum wird in der Personal Branding Fotografie der Fokus auf eine möglichst hohe Natürlichkeit der Bilder gelegt. Allerdings sind die meisten Menschen angespannt vor der Kamera, was sich direkt im Ergebnis zeigen würde, wenn man das Quäntchen mehr in seinem Handwerk nicht beherrscht. Also braucht es schon ein bisschen mehr Zeit und ein Händchen für Menschen und ihre ganz persönlichen Befindlichkeiten.

Was findest du daran besonders spannend?
Dass jeder Mensch so individuell ist und ich mich jedes Mal neu auf jemanden einstellen muss. Obwohl »muss« hier eher das falsche Wort ist, denn ich liebe ja meine Arbeit. Und wenn ich dann merke, wie derjenige oder diejenige vor der Kamera immer lockerer wird, weiß ich, es wird ein gutes Shooting.

Man kann also sagen, du hast eine gute Menschenkenntnis?
Naja, die braucht es auf alle Fälle in der Personal Branding Fotografie. Ich finde es wichtig, das Vertrauen meines Gegenübers zu gewinnen, um den Bildern Persönlichkeit geben zu können.

Dann würdest du sagen, wer keine Menschenkenntnis hat, sollte besser die Finger von der Personal Branding Fotografie lassen?
Es ist ja nicht so, dass man das nicht lernen könnte. Allerdings muss man schon ein bisschen was von Haus aus mitbringen – und die Bereitschaft haben, sich immer wieder neu auf jemanden einzustellen. Und das nicht nur zu können, sondern es auch zu wollen.

Was muss jemand aus deiner Sicht unbedingt können, der Personal Branding Shootings machen möchte?
Einmal muss derjenige bereit sein, einen Menschen so anzunehmen wie er ist. Dann muss er diese Besonderheit in seinen Bildern hervorheben können und natürlich empathisch sein. Dazu braucht man unbedingt eine entsprechende Grundhaltung, Menschen offen gegenübertreten zu wollen. Man muss sich mit seinem Gegenüber auseinandersetzen, ihn fühlen und verstehen können, um genau das wiederzugeben, was ihn und seine Arbeit besonders macht. Wer das nicht möchte oder kann, sollte besser die Finger von der Personal Branding Fotografie lassen.

Du sagst also, man muss für Personal Branding Fotografie echt bereit sein, sich mit dem Menschen vor der Kamera intensiv auseinanderzusetzen. Wie machst du das, wenn jemand total angespannt zum Shooting kommt?
Ich nehme die Gefühle und Emotionen zuallererst mal auf und natürlich sehr ernst und akzeptiere sie. Im Gespräch kommt dann meist sehr schnell heraus, warum da gerade eine so große Anspannung ist. Diese möchte ich den Leuten natürlich nehmen und leite dazu auch gerne erst mal ein wenig an. Das lockert dann schon merklich und irgendwann muss ich gar nicht mehr anleiten. Ich zeige auch gerne die Zwischenergebnisse und dabei wird deutlich, wie jemand rüberkommt, der »posed« und wie sich das verändert, sobald jemand natürlich ist. Die Menschen werden dann ganz von allein authentisch vor der Kamera.

Wie wird aus deiner Sicht die Personal Branding Fotografie zu einer perfekten Dienstleistung?
Das ist ein bisschen wie beim Coaching: Der Kunde muss einen Raum haben, in dem er sich wohl fühlt. Das kann in den eigenen Räumen im Büro oder zu Hause sein, aber genauso gut in den Straßen einer Stadt oder in der freien Natur. Wichtig ist das Wohlfühlen und dass während des Shootings eine gute Stimmung herrscht. Der Kunde muss sich hinterher die Bilder anschauen und sagen können: „War das ein geiler Tag!“.

Sehr cool. Herzlichen Dank für deine offenen Worte!

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