Wie mache ich eine gute Website?

Aus dem Leben einer Texterin für Personal Branding


Ich kann sie schon fast gar nicht mehr zählen, die vielen Websites, für die ich im Laufe der Jahre die Texte für Personal Branding in der werdewelt geschrieben haben. 95 Prozent davon waren für Menschen, die mit ihrem Namen oder Gesicht Geld verdienen wollen. Und davon wieder die Mehrheit Coaches, Trainer und Berater. Oder alles zusammen. Gleichzeitig natürlich. Genau das ist nämlich oft das Riesendilemma, wenn die Leute zu uns kommen: Sie sind sich nicht klar darüber, wer oder was sie sind. Und denken: Je mehr ich anbiete, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, neue Kunden zu kriegen. Mitnichten. Diese Erkenntnis ist schon mal der erste Schritt in ein neues Leben. Denn dafür haben sie ja uns. Was also braucht es für eine gute Personal Branding Webseite?

Identität – das A und O
Die Vorarbeit für eine gute Personal Branding Website ist eine völlig andere, als das klassische Agenturen umsetzen. Hier machen unser Chef Ben und unsere Kollegin Susanne einen einmalig geilen Job. Beide sind die Strategen bei uns im Haus und schaffen durch ihre ganze Vorarbeit die Basis für alles weitere. Sie erarbeiten an einem Tag mit unseren Kunden deren Identität. Da geht es richtig ans Eingemachte und das Ergebnis ist so einzigartig, wie der Mensch selbst. Das ist dann das, worauf wir in der werdewelt dann alles aufbauen für eine geile Website, coole Printsachen und die weitere Kommunikation in den Markt.

Es ist schwer, loszulassen
Wir können es ja verstehen: Die ganzen angewendeten Methoden, mit denen ein Weiterbildner arbeitet, sind schon wichtig. Auch mit welcher Philosophie der- oder diejenige an den Job herangeht, soll dem Besucher der Website gezeigt werden. Hier ziehen wir ganz oft die Notbremse! Denn: Will der potenzielle Kunde wissen, dass MBTI, DISC oder ZRM & Co. ihm bei dem helfen können, was sein Problem ist? Sicher nicht. Das einzige, was der Kunde will, ist: sich verstanden und sicher fühlen und endlich jemanden haben, der ihm bei seinem Problem hilft. Wie das dann in der Umsetzung funktioniert, ist ihm völlig latte.

Andererseits ... stellen Sie sich mal vor, Sie kriegen als Ihr Kunde solche und ähnliche Abkürzungen oder Begriffe um die Ohren geknallt, die Sie noch nie gehört haben. Wie kommen Sie sich da vor? Ziemlich unwissend, würde ich sagen. Und jetzt versetzen Sie sich mal in die Lage einer Führungspersönlichkeit als Kunde, was dieser Silberrücken damit signalisiert bekommt. Genau. Unwissenheit. Geht gar nicht!

Die liebe Philosophie ...
Also: Methoden zeigen? Nein. Auch wenn’s weh tut. Ähnlich verhält sich das mit der so unglaublich beliebten »Philosophie« oder »meine Werte«. Was könnte man sich hier so schön auslassen. Stopp! Nächstes Fettnäpfchen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie toll es sich anfühlt, aus der eigenen Sicht zu beschreiben, was man bewirken möchte oder hinter welchen Werten man steht. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Das ist Meta-Ebene. Für den Leser und damit potenziellen Kunden klingt das völlig abgehoben. Und wieder bekommt er unterschwellig signalisiert, dass er unwissend ist. Oder er bekommt das Gefühl, hier fehl am Platz zu sein. Beides ist nicht förderlich, wenn man Kunden für sich begeistern möchte.

No-go Settings verkaufen
Gerade Coaches, Trainer und Berater wollen zeigen, was sie alles anbieten. Schaut man auf Webseiten drauf – natürlich nur die, die nicht durch unsere strategischen Finger gelaufen sind – springen sie uns in der Hauptmenüführung alle förmlich an, die Trainings, Coachings, Workshops & Co. Das Ergebnis, mal abgesehen von unterschiedlichem Design: Keiner unterscheidet sich maßgeblich vom anderen. Das hat wiederum zur Folge, dass sie nicht gefunden werden – es sei denn es werden Klicks eingekauft oder andere Kampagnen gefahren, die das Ranking bei Google entsprechend erhöhen. Ist eine reine Frage des Geldbeutels. Für uns gehören Settings nur zur Bedürfnislinderung. Sie sind sozusagen nur Mittel zum Zweck, um bei dem Endkunden ein Bedürfnis zu lindern. Denn nichts anderes sind Coaches, Trainer und Berater nämlich ... Bedürfnislinderer. Sie sorgen dafür, dass es ihren Kunden oder Klienten besser geht. Punkt. Durch ihre Person, durch ihre Expertise, durch ihr einmaliges herausstechendes Merkmal. Und das schälen wir heraus.

Genug der No-gos und Don’ts, von denen ich hier gerade mal nur einen Teil abgegriffen habe, der berücksichtigt werden sollte, wenn man eine gute Website erstellen will. Hier kommen nun ein paar Tipps, wie man eine gute Website bekommt.

10 Tipps, wie Sie mit Ihrer Website begeistern

  1. Schälen Sie heraus: Wer sind Sie und wofür stehen Sie?
  2. Nehmen Sie das als Basis für alles, was Sie in den nächsten Schritten planen und umsetzen wollen.
  3. Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe hinein und wählen Sie deren Sprache.
  4. Begeben Sie sich auf die Ebene Ihrer Zielgruppe und »holen Sie sie genau dort ab«.
  5. Überlegen Sie eine Website-Struktur, die für den Leser selbsterklärend ist.
  6. Gestalten Sie die Seite übersichtlich und vermeiden Sie Textfluten.
  7. Stellen Sie schon direkt auf der Startseite heraus, was Sie tun und für wen.
  8. Kombinieren Sie das mit einem für Ihre Zielgruppe ansprechenden Design mit Bilderwelten.
  9. Lassen Sie sich professionelle Bilder machen – und zwar von einem Fotografen, der sich Personal Branding Fotografie auskennt. Das ist ein nicht zu unterschätzender Unterschied.
  10. Bieten Sie dem Leser eine schnelle Kontaktaufnahme.

Und jetzt? Los geht’s! Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Konzipieren Ihrer neuen Website!

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